Beim FC Bayern hat man derzeit viele Gründe, um über Dayot Upamecano und seine Entwicklung glücklich zu sein. Der Rekordmeister steuert aber geradewegs auf eine Zwickmühle im Sommer zu.
Am Dienstagabend gegen Atlético Madrid (2:0) unterstrich Dayot Upamecano mal wieder, dass er zurzeit zu den besten Verteidigern der Welt gehört. Der 28-jährige Franzose spielt seit Wochen überragend und befindet sich in der wohl besten Form seiner Karriere. Gleichzeitig entwickelt sich Upamecano auch in der Offensive immer mehr zur Gefahr und wird dadurch noch wertvoller für den FC Bayern.
Eigentlich ein Grund zur Freude, will man meinen. An der Säbener Straße dürfte man jedoch auch mit etwas Sorge auf die Situation von Upamecano schauen. Im Februar dieses Jahres ist es den Bayern-Bossen zwar gelungen, den Vertrag mit dem zweikampfstarken Abwehrspieler bis 2030 zu verlängern, einen Haken hatte die Sache aber: Upamecano ließ sich eine Ausstiegsklausel ins Arbeitspapier schreiben.
Wird Upamecano zum Schnäppchen?
Dem Vernehmen nach gilt der Passus ab Sommer, auch wenn dieser von offizieller Seite nie bestätigt wurde. Für eine Summe im Bereich von 65 Millionen Euro könnte Upamecano aus seinem laufenden Vertrag herausgekauft werden. Angesichts seiner aktuellen Form ein Schnäppchenpreis, der höchstwahrscheinlich viele Interessenten auf den Plan rufen wird.
Der FC Liverpool ist kurz- bis mittelfristig auf der Suche nach einem Ersatz für Virgil van Dijk (35). Auch in Spanien herrscht Bedarf an qualitativ hochwertigen Innenverteidigern. Real Madrid und der FC Barcelona sind im Markt für einen zentralen Abwehrspieler. Durchaus interessante Optionen für Upamecano, sollte der 48-fache Nationalspieler seinen Abschied aus München anpeilen.
PSG lauert seit einem Jahr
Doch damit nicht genug. Eine Spur führt auch zu Paris St. Germain. Schon vor seiner Vertragsverlängerung im Februar gab es Gerüchte darüber, dass die Pariser großes Interesse an einer Verpflichtung des Rechtsfußes haben.
In der Stadt der Liebe könnte Upamecano in die großen Fußstapfen von Marquinhos (32) treten. Nach zwei Champions League-Titeln und zahlreichen weiteren Erfolgen mit Trainer Luis Enrique ist PSG wahrscheinlich eine weitere Top-Option für Upamecano.
Argumente pro Bayern
Was für die Bayern spricht, ist die Entwicklung seit Vincent Kompany das Traineramt übernahm. Der Bundesligist gehört zum engsten Favoritenkreis für den Champions League-Sieg, dominiert in der Liga und hat auch 2027 wieder die Möglichkeit, den DFB-Pokal zu holen. Aktuell sind die Bayern wettbewerbsübergreifend das einzige ungeschlagene Team in Europas Topligen.
Der Ballon d’Or-Gewinn von Harry Kane (33) zeigt außerdem, dass kein Wechsel zu Real, Barça oder PSG notwendig ist, um Prestige und Glanz in der Fußballwelt zu erlangen. Upamecano selbst hat übrigens den 26. Platz im Gesamtvoting erreicht. Auch das sollte ihm zeigen, dass man im Trikot der Bayern auch weltweit Beachtung geschenkt bekommt.
An Alternativen zu einem Verbleib in München mangelt es dem Defensivmann jedoch nicht. Dass Vereine lediglich 65 Millionen Euro hinblättern müssen, um Upamecano zu verpflichten, erschwert die Lage für den deutschen Rekordmeister extrem. Tatsächlich sind den Bayern dahingehend die Hände gebunden. Die Entscheidung liegt am Ende einzig und allein bei Upamecano selbst.
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